Die Studie untersuchte den Einsatz der extrakorporalen Photopherese bei Patientinnen und Patienten mit chronischer oder wiederkehrender akuter Lungentransplantat-Dysfunktion (CLAD) nach Lungentransplantation. Analysiert wurden Überleben, Lungenfunktionsverlauf und Therapieansprechen je nach CLAD-Stadium und CLAD-Subtyp zu Beginn der Photopherese-Behandlung. Die Daten stammen aus einer retrospektiven Einzelzentrumsanalyse am Universitätsspital Zürich mit Patientendaten aus den Jahren 2010 bis 2020. Relevant ist die Studie, weil sie Hinweise liefert, welche Patientengruppen besonders von einem frühen Photopherese-Einsatz profitieren könnten.
FrühePhotopheresenachLungentransplantation
Besseres Überleben bei frühem Photopherese-Start bei chronischer Lungentransplantat-Dysfunktion
„Ein früher Beginn der extrakorporalen Photopherese war bei CLAD-Patienten nach Lungentransplantation mit einem besseren Langzeitüberleben verbunden.“
Zentrale Ergebnisse
- 105 Patientinnen und Patienten erhielten mindestens einen Photopherese-Zyklus nach Lungentransplantation.
- In die zentrale Überlebensanalyse gingen 93 Patientinnen und Patienten ein; 57 davon starben innerhalb des Studienzeitraums.
- Die Mortalität war niedriger bei Photopherese-Start in frühen CLAD-Stadien: CLAD 1: 57 %, CLAD 2: 39 %, CLAD 3: 93 %, CLAD 4: 90 %.
- 14 von 72 Patientinnen und Patienten mit auswertbaren Lungenfunktionsdaten wurden als Responder eingestuft.
- Der mediane FEV1-Rückgang sank nach ECP von 32,7 ml/Monat vor ECP auf 4,7 ml/Monat nach 12 ECP-Zyklen.
Einordnung und Fazit
Die Ergebnisse sprechen dafür, Photopherese bei geeigneten Patientinnen und Patienten möglichst früh im Verlauf der CLAD einzusetzen. Besonders jüngere Patientinnen und Patienten sowie Personen in CLAD-Stadium 1 oder 2 zeigten günstigere Überlebens- und Funktionsverläufe. Die Aussagekraft ist durch das retrospektive Einzelzentrumsdesign und das Fehlen einer internen Kontrollgruppe begrenzt.
Die Studie unterstützt den frühen Einsatz der extrakorporalen Photopherese bei CLAD nach Lungentransplantation. Für die Versorgung liefert sie praxisnahe Hinweise, welche Patientengruppen priorisiert und frühzeitig für die Photopherese evaluiert werden sollten.
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