KosteneffektivitäteinerneuartigenKnorpelzelltherapiebeiKnorpeldefektenimKnie

Gegenüber bestehenden Verfahren ist die neuartige Knorpelzelltherapie kosteneffektiv

„Die untersuchte neuartige Knorpelzelltherapie ist in England bei Knieknorpeldefekten kosteneffektiv gegenüber bestehenden Verfahren.“

Autoren und Zugehörigkeiten

The Royal Orthopaedic Hospital, Birmingham, Vereinigtes Königreich
Martyn Snow

The Robert Jones and Agnes Hunt, Oswestry, Vereinigtes Königreich
Martyn Snow

Royal Devon and Exeter Hospital, Exeter, Vereinigtes Königreich
Vipul Mandalia

University Medical Center Utrecht, Utrecht, Niederlande
Roel Custers
Maastricht University Medical Centre, Maastricht, Niederlande
Pieter J. Emans

IRCCS Humanitas Research Hospital, Rozzano, Mailand, Italien
Elizaveta Kon

Casa di Cura Toniolo, Bologna, Italien
Elizaveta Kon

OCM Clinic, München, Deutschland
Philipp Niemeyer
Department of Orthopedics and Traumatology, Gent University, Gent, Belgien
René Verdonk

TETEC AG, Reutlingen, Deutschland
Christoph Gaissmaier & André Roeder

LinkCare GmbH, Ludwigsburg, Deutschland
Sina Weinand & Tino Schubert

Department of Health Sciences, Hamburg University of Applied Sciences, Hamburg, Deutschland
York Zöllner

Die Studie untersuchte die potenzielle Kosteneffektivität von einer neuartigen Knorpelzelltherapie zur Behandlung artikulärer Knorpeldefekte im Knie. Verglichen wurde sie mit zwei bestehenden Verfahren aus Perspektive des britischen Gesundheitssystems. Grundlage war ein Markov-Modell mit Daten zu Übergangswahrscheinlichkeiten, Ansprechraten, Nutzenwerten und Kosten. Die Analyse ist relevant, weil sie eine gesundheitsökonomische Einordnung der neuen Technik vor Markteinführung und finaler Preisfestlegung liefert.

Zentrale Ergebnisse

  • Die neuartige Knorpelzelltherapie war gegenüber Mikrofrakturierung kosteneffektiv: ICER £5.147 pro gewonnenem QALY.
  • Eine andere Knorpelzelltherapie wurde in der Basisanalyse gegenüber NInject „extendedly dominated“.
  • Die neuartige Knorpelzelltherapie erzielte im Modell 18,250 QALYs gegenüber 17,874 QALYs für die bestehende und Knorpelzelltherapie 15,623 QALYs bei der Mikrofrakturierung.
  • In der probabilistischen Sensitivitätsanalyse war die Technologie bei einer Zahlungsbereitschaft von £20.000 pro QALY in 60 % der Simulationen die kosteneffektivste Option.

Fazit

Die Ergebnisse sprechen dafür, dass die neuartige Knorpelzelltherapie aus Sicht des britischen Gesundheitssystems eine wirtschaftlich attraktive Option für die Behandlung größerer Knieknorpeldefekte sein kann. Die Analyse bleibt vorläufig, weil der finale Preis des Produkts zum Zeitpunkt der Studie noch nicht feststand.

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